Sanierung Tanklager

Das Projektsgebiet befindet sich in Linz, im Industriegebiet, nahe der Donau.

Aufgrund seiner Verwendung als Tanklager kam es zu einer großflächigen
Boden- und Grundwasserverunreinigung mit Diesel und Heizöl (extra)
leicht. Die Kontamination erfolgte vor Errichtung des
stromabwärtsgelegenen Wasserkraftwerks (1979), weshalb es zu einer
Schadstoffanlagerung sowohl in der ungesättigten Bodenzone als auch in
der heutzutage gesättigten, vor 1979 ungesättigten Bodenzone aufgrund
des früher tiefer gelegenen Grundwasserspiegels kam.

Das Grundwasser ist ebenfalls durch (Mineralöl-)Kohlenwasserstoffe beeinträchtigt.
Die erste Untersuchung auf etwaige Kontaminationen wurde bereits vor 6 Jahren, im Mai 2000, durchgeführt und im Juli durch weitere Untersuchungen ergänzt. Ergebnisse dieser Arbeiten waren ein erstes Schadensbild, ein Grundwassermodell und ein erstes Grundwassersanierungskonzept. Im darauf folgenden September wurden ein existierender Öltank und das umgebende kontaminierte Erdreich ausgegraben. gleichzeitig wurde eine fortgeschrittene Kontamination ausgehend vom Pumpenraum in Grundwasserfließrichtung entdeckt.

Die nächsten Schritte waren die Errichtung von Absenkbrunnen nahe der Grenze zum benachbarten Tanklager um eine Verdriftung zu verhindern sowie eine laterale Schadenseingrenzung. Das detaillierte Grundwassersanierungskonzept wurde im März 2001 fertig gestellt und die Sanierung im Juni gestartet. Im April 2003 wurde eine zusätzliche Grundwasseruntersuchung zur Bestimmung des vertikalen Schadensausmaßes durchgeführt.
Anhand der durchgeführten Untersuchungen kann davon ausgegangen werden, dass die Hauptkontamination in den 60er und 70er Jahren in der Pumpenstation erfolgte und von dort aus die Kontamination in der ungesättigten Bodenzone vor allem in westlicher und nord-nordöstlicher Richtung wanderte.

Aufgrund der Grundwasserfließrichtung breitet sich der Schadstoff vor 1979 (Bau des Wasserkraftwerkes) in süd-südöstlicher Richtung und danach in nordöstlicher Richtung in höher gelegenen Bodenzonen aus. Die vertikale Begrenzung der Kontamination kann mit 8 m unter GOK im Schadenszentrum und mit 5 m unter GOK im Abstrombereich festgelegt werden.
Mit Hilfe von 3 Absenkbrunnen wurde eine Grundwassersicherung erreicht, die mit Beginn der Grundwassersanierung auch als Sanierungsbrunnen fungieren. Diese Sanierungsbrunnen enthalten je eine Absenkpumpe (am Brunnenboden, für die Grundwasserabsenkung), eine Sanierungspumpe (in der oberen Grundwasserzone, zur Reinigung des Aquifers und der gesättigten Bodenzone) und einen Skimmer (zur Ölrückgewinnung auf der Grundwasseroberfläche).
Das Grundwasser wird mittels 3 Aktivkohlefiltern mit je V= 0,5 m³ (1 Polizeifilter für das Wasser der Absenkpumpen, 2 Filter als Arbeits- und Polizeifilter in Serie für das mit Kohlenwasserstoffen verunreinigte Wasser der Sanierungspumpen) gereinigt und anschließend wieder der Donau zugeführt. Die Öl-Wassergemische werden mittels Ölabscheider für 2 l/sec vorgereinigt und anschließend in den Förderstrom zur Nassaktivkohlefilterreihe mittels Austragspumpe zugeführt. Der Gesamtwasserdurchsatz beträgt 18 l/sec.

Da im Jahr 2004 feststand, dass das Pumpenhaus entgegen vorhergehenden Überlegungen nicht abgerissen werden sollte und somit ein Aushub der verunreinigten, ungesättigten Bodenzone nicht möglich ist, wurde im Oktober mit den Installationsarbeiten zu Sanierung der ungesättigten Bodenzone begonnen (Anordnung durch das Magistrat der Stadt Linz).
Für die Hydraulische Bodenspülung in Kombination mit der bereits bestehenden Grundwasserabsenkung und -reinigung wurden 130 vertikale Infiltrationspegel mit einer Tiefe von 1-4 m und oberirdische Infiltrationsstrecken errichtet.
Die Infiltrationspegel wurde in einem unterschiedlich dichtem Raster angelegt, mit Abständen von ca. 1 m im Schadenszentrum (Pumpenhaus) und 2 bis 3 m im abstromigen Schadensbereich.
Mittels des entnommenen Bodenmaterials wurden geologische Profile und in weiterer Folge Profilschnitte (mit Tiefenlage der vorhandenen Zwischenstaureschichten) erstellt. Abhängig von der Geologie und der vorgefundenen Kontamination wurden die Tiefen der Pegel gewählt. Der kontaminierte Bereich wurde aufgrund der baulichen Gegebenheiten in drei Bereiche mit den Hauptsträngen A, B und C aufgeteilt (Hauptstrang A – Wanne I, B – Wanne III, ehemalige Lagerbehälter und C – Pumpenhaus). Durch diese Hauptstränge kann unabhängig voneinander Wasser nach erfolgter Reinigung, Kaltwasser mit zugeführten Additiven (H2O2, chemische Reinigungsmittel) oder Heißwasser nach solarer Erwärmung infiltriert werden.
Hauptstrang A besteht aus 17 Nebensträngen mit insgesamt 39 Infiltrationspegeln, Hauptstrang B aus 8 Nebensträngen und 41 Infiltrationspegeln und im Schadenszentrum (Hauptstrang C) wurden 10 Nebenstränge mit 50 Infiltrationspegeln errichtet.
Die Sanierung der ungesättigten Bodenzone wurde im April 2005 gestartet und im Mai wurde im Hauptstrang C von Kaltwasser auf Heißwasserinfiltration umgestellt.

Da der Zufluß zu jedem einzelnen Nebenstrang bzw. Infiltrationspegel unabhängig voneinader regelbar ist, kann durch die Wasserdurchflussrate die Infiltrations sehr gut und nach Bedarf gesteuert werden.
Im Oktober 2005 wurden optimierenden Sanierungsmaßnahmen durchgeführt: die Errichtung eines weiteren Sanierungsbrunnens, von 8 Versickerungspegeln im Pumpenhaus und mehreren Darinagen. Diese waren notwendig, da aus geologischer Sicht in einer Tiefe von ca. 2-2,5 m eine z.T. geringer, sehr feinkörnige Sedimentschicht (Aussand/Aulehm) vorliegt und diese abschnittsweise zu einer lateralen Schadstoffverbreitung führte.

Our services:

Remediation wells
Skimmer
Activated-carbon filters
Oil separator

Hydraulic soil washing
groundwater depression and cleaning
Infiltration pipes
geological Profiles

Drainage pits

Country:

    Austria  Europe  

Responsible office:

Our services in the project:

Intergeo Services
Untersuchung und Sanierung von Boden und Grundwasser

INTERGEO hat seit der Gründung in Salzburg im Jahr 1983 über 10.000 Boden- und Grundwasseruntersuchungen in Europa und Übersee durchgeführt. Von der umwelttechnischen Untersuchung bis zum detaillierten Sanierungskonzept bieten wir alle Leistungen aus einer Hand an.

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Untersuchung von Boden und Grundwasser

Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung zählen Untersuchungen von Boden und Grundwasser zu unseren Kernkompetenzen.

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